VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

Fürstenfeldbruck, 01.01.2015: Handbuch für den Runden Tisch Radverkehr

Handbuch für den Runden Tisch Radverkehr

Kurzfassung

 

1. Schritt:

Festlegung von Durchgangs-, Sammel- und Erschließungsstraßen

 

2. Schritt:

Festsetzung von Tempo-30-Zonen in allen Wohngebieten

und Festsetzung von Spielstraßen in Straßen ohne Gehwege

>>> Radler fahren ausreichend sicher im Mischverkehr (keine baulichen Maßnahmen)

 

3. Schritt:

Erstellung eines Radverkehrsplanes als Bestandteil des integrierten Verkehrskonzepts:

- Vorrangige Realisierung von Hauptrouten durch die Stadt (z.B. Nord-Süd-/West-Ost-Achsen).

- Ausbau von Tangentialen zur Umfahrung stark befahrener und gefährlicher Bereiche.

- Mischverkehr auf schwach und normal befahrenen Straßen innerorts ist die Regel.

- Aufhebung der Benutzungspflicht von Radwegen auf schwach und normal befahrenen Straßen innerorts.

- Aufhebung der Benutzungspflicht von Radwegen, die nicht die baulichen Anforderungen erfüllen.

- Freigabe aller Einbahnstraßen für Radler in Gegenrichtung.

- Ausweisung von Fahrradstraßen, wo der Radverkehrsanteil höher als der Anteil des motorisierten Verkehrs ist.

 

4. Schritt:

Radverkehrsmaßnahmen an Durchgangs-, Sammel- und Erschließungsstraßen, je nach der Höhe der Verkehrsbelastung und der verfügbaren Straßenraumbreite

vorzugsweise durch (geordnet nach Priorität):

1. Radfahrstreifen auf der Fahrbahn

2. Schutzstreifen auf der Fahrbahn

3. Umweltspuren (bevorrechtigte Spur für Radler, Busse und Taxis)

4. Baulich Radwege im Einrichtungsverkehr

5. Baulich Radwege im Zweirichtungsverkehr

6. Gemeinsame Geh- und Radwege im Zweirichtungsverkehr

Ist die Straßenraumbreite für alle vorherigen Maßnahmen zu gering

>>> Freigabe von Gehwegen für Radverkehr (Schild „Gehweg“ mit Zusatz „Radfahrer frei“).

 

5. Schritt:

Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen:

In Bereichen übergeordneter Straßen mit besonderen Sicherheitsaspekten (Kindergärten, Horte, Schulen, Schulwege, Behinderten- und Senioreneinrichtungen), in Bereichen wo Fußgänger häufig die Fahrbahn queren und sich Radfahrer ohne Schutzmaßnahmen auf der Fahrbahn befinden, durch

- Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 40 bis 30 km/h,

- in verkehrsberuhigten Geschäftsbereichen auf 20 (15) km/h,

- bauliche Maßnahmen (Verkehrsinseln, Fahrbahnverengungen, sog. „Baumtore“)

- durch gezieltes wechselseitiges Parken.

 

6.Schritt:

Sonstige Maßnahmen:

>>> www.verkehrsforum-ffb.de >>> „Das Bessere Verkehrskonzept“