VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

Aktuelles

Fürstenfeldbruck, 01.11.2015: Leserbrief Wild-Parker Hauptstraße FFB

Tagblatt-Artikel vom 28.10.2015 „Wild-Parker trotz Halteverbot“

Der Mittelstreifen der Hauptstraße wird regelmäßig durch rücksichtslose „Wild-Parker“ zugeparkt, die der Meinung sind, Regeln und Verbote gelten nur für andere. Aus Bequemlichkeit behindern sie damit nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, Feuerwehr und Notarzt. Sie gefährden damit auch die Fußgänger, die die Hauptstraße überqueren möchten, da sie die Sichtverhältnisse deutlich verschlechtern. Zudem ist dieser Blechhaufen in der Mitte unserer Hauptstraße an Scheußlichkeit nicht zu überbieten!

Der Mittelstreifen geht auf den Vorschlag des VERKEHRSFORUMS FFB zurück. In Hauptgeschäftsstraßen sollte es den Kunden ermöglicht werden, an jeder Stelle der Straße von einem Geschäft relativ sicher zum Geschäft auf der anderen Straßenseite zu wechseln. Der Mittelstreifen war als lange sichere Insel für Fußgänger gedacht, und funktioniert (wenn er nicht zugeparkt ist) seit Jahren gut, trotz starkem Verkehrsaufkommen. Verkehrsexperten loben uns für diese Lösung.

Nun rächt es sich gleich mehrfach, dass man bei der damaligen Umbauplanung nicht auf ADFC und VERKEHRSFORUM FFB gehört hat. Beide Verbände hatten sich vehement dafür eingesetzt, auch bergab eine Radspur zu realisieren und den Mittelstreifen nur 1,5 m breit zu machen. Politik, Verwaltungen, Straßenbauämter und Straßenplaner waren damals gegen uns, und verhinderten eine gute Lösung. Bei einem schmäleren Mittelstreifen wäre das heutige „Wild-Parken“ sofort zu Ende, und für die Radfahrer bergab wäre statt der heutigen durchaus kritisch zu sehenden Minimallösung deutlich mehr Raum. So bleiben als Lösungen jetzt nur die bauliche Verschmälerung des Mittelstreifens oder rigoroses Abschleppen der Uneinsichtigen.

Thomas Brückner

VERKEHRSFORUM FFB

Fürstenfeldbruck, 24.11.2012: Lichtsignalanlage Kreuzung Münchner / Oskar-von-Miller-Straße

E-Mail an Stadt und Straßenbauamt

Sehr geehrte Herren,

wie ich aus der Presse entnommen habe, wurde auf der letzten Bürgerversammlung obige LSA beanstandet, da es zu viele Rückstaus aus München kommend auf der Linksabbiegespur in die Oskar-von-Miller-Straße gibt. Wie ich selbst täglich im Stoßverkehr beobachten kann, nehmen viele Autos deshalb den Weg über den Bahnhofsplatz, was nicht Sinn der Sache ist, da der Bahnhofvorplatz zur Verkehrssicherheit der Bus- und Bahn-Fahrgäste eher verkehrsberuhigt sein sollte (Tempo 30 Zone). Ich bitte Sie deshalb, die Länge der Grünphase für die Linksabbieger zu überprüfen. Noch gravierender sehe ich jedoch die Ampelphase in Gegenrichtung, also für die Rechtsabbieger aus der Oskar-von-Miller-Straße in die Münchner Straße Richtung München. Die Ampel schaltet genau dann auf Rot, wenn die vorherigen Linksabbieger Grün haben. Also genau dann ist Rot, wenn ich ungehindert in die Münchner Straße einbiegen könnte! In den Morgenstunden zu Schulbeginn gibt es deshalb manchmal auf der Oskar-von-Miller-Straße Rückstaus bis zur Bahnhofstraße (was wiederum das Ausweichen der Autofahrer über den Bahnhofsplatz zur Folge hat). Zudem wurde von mir schon beobachtet, dass genervte PKW-Fahrer auf der Geradeausspur in die Kreuzung einfahren, und dann auf der Kreuzung rechtswidrig nach rechts abbiegen, um so das unverständliche Rotlicht auf der Rechtsabbiegespur zu umfahren. Ich bitte Sie die Rotphase entsprechend so zu verschieben, dass die Rechtsabbieger zur gleichen Zeit in die Münchner Straße abbiegen können, wenn die Linksabbieger aus der Münchner Straße ihre Grünphase haben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Brückner, VERKEHRSFORUM FFB

Fürstenfeldbruck, 01.01.2015: B2-Umfahrung von FFB erneut mehrheitlich abgelehnt!

In der Stadtratssitzung vom 22.07.2014 wurde wegen Anträgen von der CSU und der SPD erneut über eine B2-Umfahrung der Stadt diskutiert. Vorher hatte OB Pleil nochmals 7 Trassenvarianten von der Stadtverwaltung prüfen lassen. Diese beinhalteten neben den bekannten Trassen durchs Stadtgebiet
A: Südumfahrung
B: Rothschwaiger Trasse
C: Puchermühl-Trasse
D: Deichensteg-Trasse auf Wunsch der CSU auch die
E: unterirdische Hölzl-Trasse und auf Wunsch der BBV bzw. OB Pleil großräumige Umfahrungen
F: Trasse ab Wagelsried vorbei an Eichenau zur geplanten Südwest-Umgehung Olching
G: Trasse ab Tulpenfeld entlang der Bahn, vor Untere Au, Emmering über die Amper.
Die CSU hatte damit geworben, die Trasse noch in den Bundesverkehrswegeplan nachmelden zu dürfen, wenn sich der Stadtrat kurzfristig positiv entscheidet. Alle Trassen wurden jedoch wegen ihrer zerstörerischen Wirkung für die Stadt, die Natur und die Naherholungsgebiete, und auch wegen der hohen Kosten und der geringen Aussicht auf Realisierung verworfen. Bayern hat bereits mehrere hundert Projekte in der Dringlichkeitsstufe I nach Berlin gemeldet! „Die Stadt Fürstenfeldbruck beantragt zur B2-Verlegung die Aufnahme der Trassenvariante E in den Bundesverkehrswegeplan 2015“ Der Antrag von Andreas Lohde, CSU wurde mit 16:23 Stimmen mehrheitlich abgelehnt. „Die Stadt Fürstenfeldbruck ergreift alle erforderlichen Maßnahmen, um eine Umwidmung der B2 im Stadtgebiet zu erreichen. Denkbar ist dazu eine Verlegung der Funktion der B2 von Germering ausgehend über die A 8 und die B 471 bis in den Norden von Fürstenfeldbruck, oder komplett auf die A 8 bis Augsburg-Gersthofen. Die neue Klassifizierung der Straße im Stadtgebiet ist einvernehmlich mit der Stadt festzulegen. Ebenso ist zu prüfen, inwieweit eine Tonnagebeschränkung auf 7,5 t (Marktplatz) und eine Längenbeschränkung umgesetzt werden kann.“ Der Antrag von Axel Lämmle, SPD wurde mit 24:15 Stimmen angenommen. Der Antrag der SPD dient dazu, mehr eigene Gestaltungsfreiheit auf der jetzigen B2-Route durch das Stadtzentrum zu erhalten, z.B. um Verkehrsberuhigungsmaßnahmen umsetzen zu können. Letztendlich ist es der Wille der Mehrheit des Stadtrates, sich nicht in weiteren zermürbenden und unrealistischen Trassen-Debatten zu verzetteln, sondern die hausgemachten Verkehrsprobleme endlich selbst anzupacken.
Thomas Brückner

Fürstenfeldbruck, 06.10.2009: Deichensteg-Trasse im Bürgerentscheid gescheitert!

Ergebnis des Bürgerentscheids vom 24.09.2009: Über folgende Frage, formuliert von CSU/FW hatten die Brucker Bürger am Tag der Bundestagswahl 2009 abzustimmen:
„Befürworten Sie den Bau der Deichensteg-Trasse und die Verlegung der B2 aus der Innenstadt durch den Bund, vertreten durch das Straßenbauamt?“
Bei großer Wahlbeteiligung (68,15%) stimmten 56,27% der Wähler mit ihrem NEIN gegen die Deichensteg-Trasse. Da die CSU versprochen hat, sich an das Votum des Wählers zu halten, ist die sündteure Trasse durch unseren Stadtpark am Marthabräuweiher gestorben. Das Straßenbauamt stellt die Planungen für diese Trasse ein. Anwohner, Betroffene und Naturschützer können endlich aufatmen:
DER SPUK IST VORBEI!
Das VERKEHRSFORUM FFB und die BI GEGEN DIE DEICHENSTEGTRASSE bedanken sich bei den Bürgern für ihre Abstimmung der Vernunft und bei allen Aktiven, die unser Anliegen in den letzten Monaten tatkräftig oder finanziell unterstützt haben. Es war eine riesige Anstrengung, die wir gemeinsam als Team gemeistert haben! Das VERKEHRSFORUM FFB erwartet nun einen Neuanfang in der Brucker Verkehrspolitik. CSU und FW sind mit ihrer unausgereiften Trassenpolitik gescheitert. Es ist höchste Zeit, dass sich die beiden Lager in Stadtrat und auch in der Bürgerschaft wieder an einen Tisch setzen, und gemeinsam für alle tragbare Lösungen entwickeln. Doch wichtig ist dabei, dass sich der Stadtrat fachmännischen Rat holt, um nicht wieder im Hickhack der unterschiedlichen Partei- und Privatinteressen zu ersticken und sich gegenseitig zu blockieren. Wir brauchen ein Forum von Fachleuten, die unabhängig von der Politik Ansätze und Lösungen entwickeln, und dann den Politikern und Bürgern zur Entscheidung präsentieren.
Thomas Brückner