VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

Das "Bessere Verkehrskonzept"

Hierbei handelt es sich um einen neuen Ansatz in der Verkehrspolitik: Denn das Konzept hat den Anspruch, sich nicht der ewig steigenden Verkehrslawine zu ergeben, sondern mit gezielten Maßnahmen den motorisierten Verkehr in der gesamten Stadt in den nächsten Jahren zu reduzieren, zum Wohle aller Bürger. Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung auf den Umweltverbund (FFB = Fußgänger, Fahrräder, Busse) stehen im Vordergrund. Der Umstieg vom Auto auf den Umweltverbund ist letztendlich auch ein klimarelevantes Thema, dem wir uns nicht mehr entziehen können.

Gleichzeitig liegt ein Schwerpunkt des Konzeptes auf der Verkehrslenkung in der Innenstadt und der Verkehrsberuhigung in der westlichen Innenstadt. Ziel ist es hier nicht, das kurze Stück Hauptstraße verkehrszuberuhigen (was ohne sündteure B2-Verlagerung gar nicht möglich ist). Der viel größere Gewinn für alle liegt in der westlichen Innenstadt, mit Verkehrsberuhigung von 500m Schöngeisinger und 500m Pucher Straße, verbunden mit einer großräumigen Fußgängerzone auf und rund um den Viehmarkt. Hier besteht die einmalige Chance, den verlorengegangenen innerstädtischen Straßenraum wieder für alle Bürger zurück zu erobern: Raum zum gefahrlosen Radfahren, Bummeln, Shoppen, Verweilen, Raum für Straßencafes, Markt- und Info-Stände. Insgesamt geht es um Schaffung von Aufenthaltsqualität und eine Belebung der Innenstadt, die gerade auch dem Einzelhandel zugute kommen wird.

Die Maßnahmen des Konzeptes sind:

  • eine deutliche Steigerung der Anteile des Rad- und öffentlichen Nahverkehrs,
  • die Optimierung der Ampelanlagen in der Hauptstraße,
  • die Errichtung eines Kreisels in der Augsburger Straße (Einmündung Maisacher Str.),
  • die Einführung von Einbahnstraßenregelungen und verkehrsberuhigten Geschäftsbereichen in Schöngeisinger und Pucher Straße,
  • Tempo-30-Zonen in allen Wohnvierteln der Stadt und
  • die Aussperrung des Schwerlastverkehrs aus der gesamten Stadt.

Aus der Berechnung aller vorherigen Maßnahmen ergibt sich ein Modellfall, der anschaulich die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen aufzeigt. So übertreffen die Ergebnisse der Berechnungen in der Innenstadt unsere eigenen Erwartungen: Über 12.000 bis 14.000 Fahrzeuge weniger in der westlichen Innenstadt! Erwartungsgemäß wird ein Teil des Verkehrs auf andere Straßen verlagert. Besonders betroffen ist davon die Marthabräustraße. Eine für 2025 prognostizierte Mehrbelastung von 77% ist eindeutig inakzeptabel, und muss deutlich zurückgefahren werden. Die Aufgabe der Planer wird nun sein, die einzelnen Stellschrauben des Modells so einzujustieren, dass daraus ein vernünftiges Konzept wird, in dem ein verträgliches Verhältnis von Be- und Entlastungen entsteht.

Das begutachtende Ingenieurbüro bestätigt, dass sich mit Hilfe des Modells „bereits kurz- und mittelfristig Maßnahmen zur Entlastung der Innenstadt ... erzielen lassen“. Mit der Verabschiedung des Radverkehrsplans 2010 (Ziel 20% Radverkehrsanteil) hat die Stadt bereits einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Die größte Chance des Modells besteht gerade darin, dass wir mit der Umsetzung der Maßnahmen schon heute beginnen können, während eine Entlastung durch die Deichensteg-Trasse nicht nur die teuerste Lösung ist, sondern vor allem in weiter Ferne liegt. Zur Umsetzung des Modells ist eine intensive Beteiligung der Bürger unerlässlich. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam an unserer „guten Stube“ arbeiten, damit wir auch in Fürstenfeldbruck schaffen, was bereits viele vergleichbare Städte geschafft haben: Eine lebendige und lebenswerte Stadt und Innenstadt.

Das „Bessere Verkehrskonzept“ ...

... die schnellste, nachhaltigste und kostengünstigste Alternative