VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

5. Entschärfung von weiteren Gefahrenpunkten

5.01. Enzianstraße:

Die enge Spielstraße, die durch Schülerverkehr der Grundschule Niederbronner Weg und des Schulzentrums am Tulpenfeld stark frequentiert ist, wird von eiligen Autofahrern als Schleichweg missbraucht (bei Stau in der Emmeringer Str. vor der Ampel Münchner Str.). Die Durchfahrt für den motorisierten Verkehr von und zur Emmeringer Straße sollte komplett untersagt werden.

5.02. Oskar-von-Miller-Str.:

Die Stadt FFB hat im letzten Winter einen gemeinsamen Zwei-Richtungs-Geh- und Radweg auf der Südseite der Oskar-von-Miller-Straße beschildert, der von Schülern zum Schulzentrum am Tulpenfeld frequentiert wird. Eine linksseitige Radverkehrsführung birgt gewisse Gefahren, weil Radfahrer auf der „verkehrten“ Fahrbahnseite von den anderen, teils ortsunkundigen Verkehrsteilnehmern nicht erwartet werden. PKW-Fahrer, die aus den Parkplätzen ausfahren, erkennen den Radweg häufig erst, wenn sie schon mit der Kühlerhaube auf diesem stehen! Das VERKEHRSFORUM FFB und der ADFC FFB haben dieser linksseitigen Lösung nur zugestimmt,

 

  • weil die rechtsseitige Führung der Radfahrer den Wegfall zahlreicher PKW-Stellplätze bedeutet hätte, und
  • nur unter der Prämisse, dass alles Mögliche und Nötige für die Verkehrssicherheit der Radfahrer getan wird.

Wir hatten bereits folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

a) Beidseitiges Aufstellen von Hinweisschildern „Zwei-Richtungs-Radweg“ in max. 2,0/2,2 m Höhe (UK Hinweisschilder):

Die Aufstellung nur eines einzelnen Hinweisschildes an den Parkplatzausfahrten wird dieser besonderen Gefahrensituation nicht gerecht! Bereits in der Novembersitzung 2009 des AK Rad und jetzt nochmals mit Email vom 30.08.2010 hatten wir die Stadtverwaltung darum gebeten, dass die Hinweisschilder „Zwei-Richtungs-Radweg“ beidseits der Ausfahrten aufgestellt werden. Wenn man auf dem Bahnhofs-Parkplatz von Osten her die Ausfahrten anfährt, sind die Schilder aus diesem Blickwinkel nicht wahrzunehmen, und somit leider wirkungslos. Die Wiederholung der gleichen Hinweisschilder beidseitig der Ausfahrten bewirkt bei Autofahrern eine deutlichere Wahrnehmung! Die Zusatzschilder wurden bisher von der Verwaltung abgelehnt.

b) Farbige Markierung der Radwegfurten in den Ausfahrtsbereichen, und/oder Aufbringen von Fahrrad-Piktogrammen und Markierung mit breiter gestrichelter Blocklinie und Markierung einer Haltlinie, jeweils vor den Radwegfurten:

Unsere Anregung der zusätzlichen Rotmarkierung des Radweges im Bereich der Parkplatzausfahrten wurde von der Stadtverwaltung als nicht zulässig abgelehnt.

c) Freischneiden der Sichtdreiecke an den Parkplatzausfahrten mit mind. 10 m Länge und 5 m Tiefe von Buschwerk (Beseitigung von Sträuchern, regelmäßiges Rückschneiden von Hecken auf max. 1 m Höhe):

Zusätzlich verdecken Bepflanzungen die Sicht auf die herannahenden Radfahrer. Das Buschwerk ist in den Sichtdreiecken beidseits der Ausfahrten zu beseitigen.

d) Beschilderung des gemeinsamen Geh- und Radweges ab Parkplatzausfahrt Richtung Westen:

Viele Radfahrer, die von den unteren Radabstellanlagen Richtung Kloster wollen, überqueren unnötigerweise die Fahrbahn der Oskar-von-Miller-Straße und fahren auf der Nordseite der Fahrbahn. Es ist an dieser Stelle mangels Beschilderung nicht zu erkennen, dass es hier einen benutzungspflichtigen südseitigen Radweg gibt! Wir regen an, die Beschilderung nachzurüsten.

e) Sofortige Randsteinabsenkung (Auffahrt zum südseitigen Radweg) westlich der Einmündung des Sparkassenweges, und Errichtung von Mittelinseln als Überquerungshilfen auf der Fahrbahn der Oskar-von- Miller-Straße beidseits der Einmündung des Sparkassenweges:

Zahlreiche Radfahrer nutzen täglich die Route vom Deichensteg kommend über die Albrecht- Dürer-Straße, hinter dem Finanzamt vorbei über den Sparkassenweg zum Bahnhof (und zurück). Dabei überqueren sie die stark befahrene und als LKW-Umfahrungsroute ausgeschilderte Oskar-von-Miller-Straße in Höhe Sparkassenweg. Da es auf der Südseite der Fahrbahn keine Randsteinabsenkung zum Auffahren auf den Radweg gibt, biegen die Radfahrer auf die Fahrbahn der Oskar-von-Miller-Straße ein, und ordnen sich dann zur Fahrbahnmitte ein, um in die nächste Parkplatzausfahrt links abzubiegen. Dabei müssen sie oft auf gefährliche Weise in der Fahrbahnmitte warten (Unfallstelle!), um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Durch Randsteinabsenkungen und Mittelinseln auf der Fahrbahn als Überquerungshilfen beidseits der Einmündung des Sparkassenweges kann die stark befahrene Fahrbahn in zwei Etappen überquert werden und das Gefährdungspotential reduziert werden. Die Mittelinseln werden mit 2 m Breite ausgeführt. Bei einer Fahrbahnbreite von ca. 8,50 m blieben dann beidseits 3,25 m ausreichend breite Fahrspuren. Auf der Fürstenfelder Straße, vor der Polizeischule, ist bei gleicher Fahrbahnbreite dort eine provisorische Mittelinsel vor Jahren errichtet worden.

f) Rückversetzen der Sparkassenschildes Ecke Sparkassenweg in die Grünanlage hinter den Gehweg:

Das Hinweisschild der Sparkasse steht im Sichtdreieck der Einmündung Sparkassenweg und behindert auch heute schon die Einsicht auf die Fahrbahn. Wenn an dieser Stelle eine Überquerungshilfe gebaut wird, sollte dieses Hinweisschild aus dem Blickfeld der Querenden in die dahinterliegende Grünanlage versetzt werden.

g) Ummarkierung der Mittellinie der Fahrbahn mit Spuraufweitungen im Bereich der Einfahrten für die Linksabbieger.

Auf der gesamten Länge der Oskar-von-Miller-Straße zwischen Münchner und Bahnhofstraße kommt es immer wieder zu Staus und Behinderungen durch Linksabbieger in die Seitenstraße (Sparkassenweg), in die Bahnhofstraße, in die zahlreichen Parkplatzeinfahrten und in die Tiefgarage der Sparkasse. Einzelne Linksabbieger bringen zeitweise den fließenden Verkehr unnötigerweise zum Erliegen. Mit Errichtung von mehreren Mittelinseln könnte nicht nur die Überquerung der Fahrbahn sicherer werden, sondern auch eine Ummarkierung der Mittellinie der Fahrbahn mit Spuraufweitungen im Bereich der Einfahrten für die Linksabbieger einhergehen. Statt der bisherigen Aufteilung 4,25 plus 4,25 m könnte die Fahrbahnaufteilung in Zukunft 5,25 plus 3,25 m betragen. Dadurch können sich Linksabbieger weiter in die Straßenmitte einordnen, und behindern somit nicht mehr den fließenden Geradeaus-Verkehr.

5.03. Dachauer / Ecke Gartenstraße:

Der in der Dachauer Straße von Emmering kommende linksseitige Radverkehr ist an der Einmündung Gartenstraße gefährdet, da die einfahrenden Autofahrer nicht mit gegenläufigem Radverkehr rechnen, und die Einsicht in den Radweg durch die Bebauung verhindert wird. Wir regen an, die Einmündung der Gartenstraße mit einem ein Stopp-Schild und eine Haltelinie auszustatten, und das Schild „Achtung Radverkehr aus beiden Richtungen“ direkt über das Stopp-Schild zu montieren. So wird auch der Zusammenhang deutlich.

5.04. Augsburger Str. / Parkplatz-Ausfahrt Edeka:

Der in der Augsburger Straße stadteinwärts fahrende linksseitige Radverkehr ist an der Parkplatz-Ausfahrt gefährdet, da die ausfahrenden Autofahrer nicht mit gegenläufigem Radverkehr rechnen, und die Einsicht in den Radweg durch Sichtschutz-Zäune und eine Thuyenhecke verhindert wird. Die Ausfahrt ist mit einem Stopp-Schild und einem Schild „Achtung Radverkehr“ beschildert. Das Zusatzschild „Radverkehr aus beiden Richtungen“ fehlt. Wir regen an, dieses zu ergänzen, und die Zulässigkeit von Sichtschutz-Zäunen und Thuyenhecke auf dem Nachbargrundstück zu überprüfen.

5.05. ST2054 / Bushaltestelle Waldstraße:

Die Bushaltestelle besitzt eine Mittelinsel als Überquerungshilfe. Wie uns besorgte Anwohner und Eltern berichten und auch durch Fotos belegen, wird der haltende Bus vorschriftswidrig und in gemeingefährlicher Weise links der Mittelinsel überholt. Wir regen an, die Situation von der Polizei überwachen zu lassen, und zusätzlich ein Überholverbot anzuordnen.

5.06. Schöngeisinger Straße / City-Point:

Die zur Anlieferung wartenden LKWs stehen z.T. auf dem Anlieferstreifen, z.T. auf der Fahrbahn, und versperren dadurch die Sicht für die aus der Tiefgarage ausfahrenden PKW. Wir bitten zu prüfen, ob die wartenden LKW nicht in die äußere Schöngeisinger Straße (außerhalb der Einmündung Lände) verlegt werden können. Ansonsten muss zumindest das offizielle Sichtdreieck von wartenden LKW freigehalten werden.

5.07. Schöngeisinger Straße / Bäckerei Buchauer:

Die Stellfläche vor der Bäckerei Buchauer ist nicht tief genug für senkrecht oder schräg parkende PKW. Deshalb stehen diese auf dem Gehweg und behindern und gefährden auch beim Rückwärts-Ausfahren den Fußgängerverkehr. Fußgänger (gerade mit Kinderwägen) müssen auf die Fahrbahn ausweichen. Wir empfehlen dringend, die Situation baulich zu klären.

5.08. Schöngeisinger Straße / Bushaltestelle Lände stadtauswärts:

An der gleichen schwierigen Engstelle vor der Bäckerei befindet sich auch noch die Bushaltestelle. Die haltenden Busse versperren zudem noch die Sicht für den aus der Puchermühlstraße kommenden Verkehr. Wir empfehlen, die Bushaltestelle zu verlegen, z.B. stadtauswärts, nach der Einmündung der Puchermühlstraße.

5.09. Geschwister-Scholl-Platz / Bahnsteig:

Der Geschwister-Scholl-Platz ist als Fußgängerzone mit „Radfahrer frei“ ausgewiesen. Die Fußgängerzone erstreckt sich ohne Abgrenzung bis zur Bahnsteigkante des S-Bahnhofes Buchenau. So attraktiv das für die S-Bahn-Kunden ist, so gefährlich erscheint uns das für spielende oder radelnde Kinder. Auch der gemeinsame Geh- und Radweg entlang der Bahn endet ohne Hinweis auf dem Bahnsteig. Wir bitten die Stadtverwaltung zu prüfen, ob hier nicht geeignete Absperrungen angebracht werden müssen.

5.10. Eduard-Friedrich-Str.:

Die Eduard-Friedrich-Str., also der Bahnweg zwischen Kurt-Huber-Ring und Industriestraße, wird als Fuß- und Radweg vom Buchenauer Bahnhof in den Rothschwaiger Wald und zurück genutzt. Er ist als Einbahnstraße Richtung Industriestraße ausgeschildert. Die Fahrbahn ist schmal, es fehlt ein Gehweg. Die Einmündung in die Industriestraße ist unübersichtlich. Der in der Industriestraße vom Fuchsbogen kommende hier linksseitige Radverkehr ist an der Einmündung gefährdet, da die einfahrenden Autofahrer nicht mit gegenläufigem Radverkehr rechnen, und die Einsicht in den Radweg durch die Bebauung verhindert wird. Wir regen an, die Einmündung der Eduard-Friedrich-Str. mit einem ein Stopp-Schild und eine Haltelinie auszustatten, und ein Schild „Achtung Radverkehr aus beiden Richtungen“ direkt über das Stopp-Schild zu montieren. So wird auch der Zusammenhang deutlich. Ferner empfehlen wir die Eduard-Friedrich-Str. für den motorisierten Verkehr zu sperren (Anlieger frei), und in beiden Richtungen für den Radverkehr freizugeben (unechte Einbahnstraße).