VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

3. Geschwindigkeitsreduzierung auf Erschließungsstraßen

Die Erschließungsstraßen erfüllen eine übergeordnete Verteilerfunktion und setzen in gewissem Rahmen einen ungehinderten Verkehrsfluss voraus. Die Geschwindigkeit in den Erschließungsstraßen ist entsprechend der Schutzmaßnahmen in Bezug auf Schulwegsicherheit und den Radverkehr abzustufen. Fehlen Schutzmaßnahmen, oder sind besondere Gefährdungspotentiale erkennbar, sind die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Als Maßnahmen schlagen wir abgestufte Geschwindigkeitsbegrenzungen vor (siehe Anlage von 01.01.2011).

3.01. Schulwegsicherheit

Zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer ist eine häufige Ursache für Verkehrsunfälle und an Schulbus-Haltestellen. Unaufmerksame und/oder unerfahrene Kinder und Schüler sind besonders gefährdet. Umso erstaunlicher ist es, dass es in Bereichen direkt vor Kindergärten, Horten und Schulen noch Straßen gibt, die mit 50 km/h befahren werden dürfen. Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten gehören den besonderen Sicherheitsanforderungen in diesen Bereichen angepasst.

3.02. Verkehrsberuhigung Innenstadt

Während in den Außenbereichen noch eher Straßenraum für geeignete Schutzmaßnahmen wie z.B. Radfahrstreifen gegeben ist, nimmt die räumliche Enge und auch die Verkehrsdichte Richtung Innenstadt zu. Vor allem in Geschäftsstraßen mit beidseitigen Läden gibt es einen hohen Anteil von Fußgängern und Radfahrern, die an zahlreichen Stellen die Fahrbahn queren. Aus diesen Gründen empfiehlt sich auch eine Abstufung der Geschwindigkeit in Richtung Innenstadt.