VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

1. Ableitung des Schwerlastverkehrs aus der gesamten Stadt

LKW-Verkehr hat gerade für die schwächeren Verkehrsteilnehmer ein erhöhtes Gefährdungspotential – wie der aktuelle Unfall zeigt. Gerade beim Abbiegen von LKWs kam es trotz verbesserter Außenspiegel und Spiegeln an den Ampeln z.B. in München immer wieder zu tödlichen Unfällen an Fußgängern und Radfahrern. Der zunehmende Schwerlastverkehr ist zudem vielen Brucker Bürgern ein Dorn im Auge. Klagen kommen sowohl aus dem Innenstadtbereich als auch aus dem Brucker Westen. Die eingerichtete Empfehlungsroute wird nicht von allen angenommen. Die Einhaltung der Tonnagebeschränkung auf der historischern Amperbrücke wird von der Polizei nicht kontrolliert. Das Beispiel Oberschleißheim hat - trotz der B471 durch den Ort - seit Jahren eine Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen für das gesamte Stadtgebiet. In München ist eine Umweltzone mit Beschränkung auf 3,5 Tonnen ab 2008 eingeführt.

Die Verbannung des (Schwer-)Lastverkehrs

  • dient dem Schutz der Brucker Bürger vor Lärm, Feinstaub, Dieselruß und Abgasen,
  • erhöht die Verkehrssicherheit, gerade für die schwächeren Verkehrsteilnehmer,
  • entlastet alle innerstädtischen Straßen, vor allem Hauptstraße, aber auch Landsberger, Rothschwaiger und Buchenauer Straße, und
  • reduziert die Bauunterhaltskosten im städtischen Straßennetz, da die Fahrbahnbelastungen erheblich abnehmen.

Der Stadtrat möge deshalb sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bei den zuständigen Behörden dafür einsetzen, dass der ortsfremde Güterverkehr ab 3,5 Tonnen aus dem Stadtgebiet verbannt wird. Was in Oberschleißheim seit Jahren Praxis ist, sollte auch bei uns möglich sein. Der Güterverkehr soll nicht nur empfohlen, sondern zwingend über die sogenannte Südumfahrung geleitet werden (von der B2 über Oskar-von-Miller, Fürstenfelder und äußere Schöngeisinger Straße zur B471, Anschluss Buchenau). Lärmschutzmaßnahmen für die direkten Anwohner sind zu prüfen.