VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

Verkehrsverlagerungen

Erwartungsgemäß führt das Konzept auch zu Verkehrsverlagerungen eines Teils (!) des aus der Innenstadt verdrängten Verkehrs in andere Straßenzüge. Belastet werden vor allem der Straßenzug nördlich der Innenstadt Augsburger, Marthabräu- und Bismarckstraße (Mehrbelastung Marthabräustr. PF 3: 4.950 Fahrzeuge = +77%), und südlich die Oskar-von- Miller und Fürstenfelder Straße (Mehrbelastung Fürstenfelder Str. PF 3: 1.250 Fahrzeuge = +7%). Die Mehrbelastung auf dem nördlichen Straßenzug betragen in der Marthabräustr. +77% und in der Bismarckstr. +42% (jeweils Mittelwerte). Der Umfang der für 2025 prognostizierten Mehrbelastungen in der Marthabräu- und Bismarckstr. ist inakzeptabel.

Die Höhe der Mehrbelastungen kann natürlich „einjustiert“ werden. Die Prüfung des Verkehrsmodells hat uns deutlich aufgezeigt, wo die „Stellschrauben“ zur Feinjustierung des Modells liegen. Die eingeplanten Widerstände in der westlichen Innenstadt können z.B. in gewissem Rahmen wieder gelockert werden. Der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich in der Schöngeisinger Straße wurde fehlerhaft mit einer Länge von ca. 1.000m gerechnet. Vom VERKEHRSFORUM FFB waren ca. 500m geplant. Verkehrsbelastungen von je ca. 2.500 Fahrzeugen/Tag in der Schöngeisinger und Pucher Straße (statt der jetzt berechneten 600 bis 1.000 Fahrzeuge) sind mit einer Verkehrsberuhigung durchaus vereinbar. Dadurch reduzieren sich die Mehrbelastungen der Marthabräu und Bismarckstraße wieder deutlich. Auch durch Verzicht von Tempo 30 in der parallel verlaufenden Ganghofer Straße könnte mehr als 1.000 Fahrzeuge weniger auf der Marthabräustraße fahren. Die Mehrbelastung der Bismarckstr. könnte zusätzlich durch eine Einbahnregelung (in Richtung Westen) deutlich reduziert werden. Der Verkehr (Richtung Osten) würde dann über die wenig belasteten äußere Pucher und die Puchermühlstr. verlaufen.