VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK

2. Radverkehrs-Maßnahmen

( Siehe auch „Prioritätenliste Radverkehr“ )

Das Fahrrad ist unschlagbar das Verkehrsmittel der Zukunft, nachhaltig, gesund und CO2-frei. Es muss massiv gefördert werden, um den motorisierten Verkehr einzudämmen. Durch die folgenden Maßnahmen soll Radfahren in unserer Stadt attraktiver und sicherer gemacht werden. Das mittelfristige Etappenziel des ADFC heißt 20%-Radverkehrsanteil.

Übersicht:

2.01. Tempo 30 Zonen
2.02. Radwege, Radfahrstreifen, Radspuren, ...

2.03. Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen
2.04. Gesicherte Überwege, Einmündungen und Kreuzungsbereiche
2.05. Freigabe von Fußwegen für Radverkehr
2.06. Freigabe von Anliegerstraßen für Radverkehr
2.07. Randsteinabsenkungen
2.08. Beseitigung von Hindernissen und gesicherter Winterdienst
2.09. Freigabe von Einbahnstraßen für Radverkehr in Gegenrichtung
2.10. Fahrradabstellanlagen

2.11. Brucker-Radl-Ring
2.12. Radfahr-Wegweisung
2.13. Info-Point mit Zimmervermittlung

2.01. Tempo 30 Zonen

Forderungen:

  • Flächendeckende Ausweisung von Tempo 30 Zonen in allen Wohngebieten mit einheitlicher Rechts- vor-links-Regelung und dazu notwendigen baulichen Maßnahmen, bzw. bauliche Nachrüstung bestehender Zonen sind - wo erforderlich.
  • Wesentlich ist dabei, den Zufahrtsbereich zur Zone eindeutig zu definieren, durch Fahrbahnverengung, Pflaster, „Baumtor“ oder beidseitige Beschilderung.
  • Ausnahmen von der Rechts-vor-links-Regelung gibt es nur auf den Routen des ÖPNV.

Situation:

  • Trotz anfänglicher Widerstände einiger Stadträte gegen Tempo-30-Zonen haben sich diese in zahlreichen Wohnvierteln zum Vorteil der dort wohnenden BürgerInnen etabliert. Ein nennenswertes Unfallgeschehen ist nicht festzustellen. Tempo 30 als “fahrradverträgliche” Geschwindigkeit bietet dem Radler ausreichend Sicherheit im Mischverkehr und vermeidet somit teure bauliche Maßnahmen.

Einzelmaßnahmen:

  • Siehe Anlage „Tempo 30 Zonen und Spielstraßen“!

2.02. Radwege, Radfahrstreifen, Radspuren, .

Forderungskatalog:

  • Erstellung eines Radverkehrsplanes als Bestandteil des integrierten Verkehrskonzepts der Stadt.
  • Vorrangige Realisierung von Nord-Süd- und West-Ost-Achsen als Hauptrouten durch die Stadt.
  • Ausbau von Tangentialen zur Umfahrung stark befahrener und gefährlicher Bereiche.
  • Schutzmaßnahmen für die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs an Durchgangs- und Erschließungsstraßen durch
    • eigene Radwege (vor allem außerorts),
    • Radfahrstreifen bzw. Radspuren innerorts,
    • Umweltspuren (bevorrechtigte Spur für Radler, Busse und Taxis).
  • - Ausweisung von Fahrradstraßen.
  • Auf schwach und normal befahrenen Straßen ist innerörtlich auch Mischverkehr sinnvoll.

2.02.01. Radfahr-Nord-Süd-Verbindung

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radverkehrs-Trasse in Nord-Süd-Richtung ab Neulindach bzw. Autohaus Rasch über die Augsburger, Haupt- und Münchner Str. und Stockmeier Weg zum Bahnhof FFB.

 

Situation:

  • Die Augsburger Straße ist eine der Hauptfahrradrouten in Nord-Süd-Richtung. Sie wird von zahlreichen RadfahrerInnen aus dem Norden der Stadt Richtung Innenstadt und Bahnhof befahren. Eine große Zahl von Schulkindern fährt hier auf dem Fahrrad zur Grundschule am Niederbronner Weg und zu den weiterführenden Schulen. Durch den abschnittsweise linksseitigen Radweg unzureichender Breite bzw. durch das komplette Fehlen von Radwegen sind die RadfahrerInnen großen Gefahren ausgesetzt. Die Schulkinder radeln täglich mitten auf der Bundesstraße.

1990 wurde ein Schulkind an der Einmündung Kronprinz-Rupprecht-Str. getötet. Zahlreiche Unfälle passieren immer wieder, vor allem an der Einmündung Fichtenstraße.

Seit unserem Antrag auf der Bürgerversammlung von 1992 steht das Thema in erster Priorität auf den Wunschlisten von ADFC und VERKEHRSFORUM FFB, ohne dass sich bisher etwas getan hätte. Das VERKEHRSFORUM FFB hat 1995 eine komplette Planung für den gesamten Straßenverlauf vorgelegt. Trotz verschiedener Ortstermine und endlos vieler Besprechungen ist keine Realisierung in Sicht.

  • Auf der Hauptstraße gibt es trotz des sündteuren Umbaues und der enormen Fahrbahnbreite keine Radspur in Richtung Bahnhof. RadfahrerInnen sind wie vor dem Umbau gezwungen, sich auf gefährliche Weise zwischen parkenden und anliefernden Fahrzeugen auf dem Standstreifen und den sich stauenden Autos und LKWs auf der Fahrbahn durchzuzwängen.
  • In der Münchner Straße bestehen keinerlei Schutzmaßnahmen für den Radverkehr.

Einzelmaßnahmen:

  • Nordseitiger Zwei-Richtungs-Radweg ab Autohaus Rasch stadteinwärts.
  • ST 2069: Westseitiger Zwei-Richtungs-Radweg ab Malchinger Str. zum Autohaus Rasch.
  • Beidseitige durchgehende Radwege bzw. Radfahrstreifen in der Augsburger Straße.
  • Anbindung des Radfahrstreifens gegen die Einbahnstraße in der Philipp-Weiß-Straße.
  • Durchgehende Radspur in der Hauptstraße Richtung Bahnhof.
  • Beidseitige, alternativ zumindest einseitige Radspuren in der Münchner Straße und Geschwindigkeitsbegrenzung.

2.02.02. Radfahr-Tangentiale Innenstadt Ost

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden Radfahr-Trasse Innenstadt Ost ab Augsburger Str. über Gerblpark, Stadelberger, Josef-Spital-Str., Unterführung Dachauer Str., Theresianumweg, Deichensteg, Enzian- und Rosenstraße bis zum Schulzentrum am Tulpenfeld.


Situation:

  • Die gefährliche Situation in der Brucker Innenstadt kann durch das Angebot von Radfahr-Tangentialen entlastet werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Tangentialen sicher, zügig und hindernisfrei befahren werden können.
  • Der neue Ampersteg in Höhe Enzianstraße, eine Forderung des Verkehrsforum FFB, konnte 2008 eröffnet werden. Unzureichend gelöst ist allerdings die Einmündung des Steges in die Emmeringer Straße und die zu geringe Aufstellfläche an der Ampelanlage.

Einzelmaßnahmen:

  • Bauliche Sicherungsmaßnahmen sind erforderlich an der Einmündung Augsburger Straße in Höhe Gerblpark, an der Überquerung der Maisacher Str. in Höhe Stadelberger Str..
  • Freigabe der Einbahnstraße in Gegenrichtung in der Josef-Spital-Str.
  • Radfahrertaugliche und behindertengerechte Umgestaltung der Unterführung Dachauer Str. mit Rampen.
  • Verbesserung der Sichtverhältnisse an der Einmündung des neuen Ampersteges in die Emmeringer Straße.
  • Vergrößerung der Aufstellfläche an der Ampelanlage Emmeringer / Enzianstr.

2.02.03. Radfahr-Tangentiale Innenstadt West

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden Radfahr-Trasse Innenstadt West ab Augsburger Str. über Philipp-Weiß-, Jakob-Groß- und Viehmarktstraße bis zur Schöngeisinger Straße, zusätzlich auch über das Uhlgrundstück.
  • Langfristige Verlängerung der Trasse über die Lände zum Kloster bzw. Postamt und Bahnhof.


Situation:

  • Die gefährliche Situation in der Brucker Innenstadt kann durch das Angebot von Radfahr- Tangentialen entlastet werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Tangentialen zügig und hindernisfrei befahren werden können.
  • Die Viehmarktstraße ist in Verbindung mit der Philipp-Weiß- und Jakob-Groß-Straße für RadfahrerInnen eine attraktive Entlastungsroute zur viel befahrenen B2 auf der Hauptstraße, die zudem viele Einkaufsmöglichkeiten der westlichen Innenstadt erschließt. Die Verbindung wird seit Jahrzehnten – auch ungesetzlich gegen die Einbahnrichtung – befahren, ohne dass Unfälle bekannt sind. Der Stadtrat hat auf Antrag der BBV 2003 beschlossen, die Viehmarktstraße noch vor dem Umbau der Hauptstraße (2004) für RadfahrerInnen in beiden Richtungen freizugeben. Erst 2007, mit dem Umbau der Schöngeisinger Straße wurde der südliche Teil der Viehmarktstr. freigegeben. Der nördliche Teil fehlt noch.
  • Neuerstellung einer Radfahrverbindung über das Uhlgrundstück von der Ludwig zur Schöngeisinger Str.
  • Eine Verlängerung der Radfahr-Trasse bis Kloster und Bahnhof muss im Zuge der Neubebauung der Lände mit berücksichtigt werden.

Einzelmaßnahmen:

  • Freigabe der Philipp-Weiß-Str. auf der gesamten Länge für RadfahrerInnen in Gegenrichtung zur Einbahnstraße. Dadurch entfällt zwischen Augsburger und Julie-Mayr-Str. eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr. Das Einfahren der Radfahrer von der Maisacher und Augsburger Str. aus beiden Richtungen muss sicher gewährleistet sein.
  • Freigabe der nördlichen Viehmarktstraße zwischen Pucher und Ludwigstraße für RadfahrerInnen in Gegenrichtung zur Einbahnstraße. Für diesen Abschnitt empfiehlt sich eine Beschilderung als sog. unechte Einbahnstraße (Verbot der Einfahrt von der Pucher Straße her mit Zusatzschild Radfahrer frei) und eine Rotmarkierung in Gegenrichtung auf der Fahrbahn. Die Parkplatzausfahrt zur Viehmarktstraße hin muss geschlossen werden.

2.02.04. Radfahr-Ost-West-Verbindung Innenstadt-Buchenau

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radfahr-Trasse in Ost-West-Richtung ab Emmering über die Dachauer, Haupt-, Schöngeisinger und Pucher Str., und weiter über Landsberger, Heimstätten-, Richard-Higgins-Str., Am Sulzbogen und Kurt-Huber-Ring zum Bahnhof Buchenau.

Situation:

  • In weiten Bereichen (Dachauer, Haupt-, Schöngeisinger, Pucher, Landsberger und Heimstättenstr.) bestehen keinerlei Schutzmaßnahmen für den Radverkehr.

Einzelmaßnahmen:

  • Dachauer Str. ab Emmering bis Polzstr.: Südseitiger Zwei-Richtungs-Radweg stadteinwärts.
  • Dachauer Str. ab Polz- bis Augsburger Str.: Beidseitige Radfahrstreifen oder zumindest Radspuren.
  • Hauptstr.: Durchgehende Radspur in Richtung Bahnhof.
  • Schöngeisinger und Pucher Straße: Einbahnregelung mit Freigabe für Radverkehr in Gegenrichtung (siehe Verkehrslenkungskonzept) und Radfahren im Mischverkehr im verkehrsberuhigten Geschäftsbereich (Straßenrückbau und Geschwindigkeitsbegrenzung).
  • Holzhof-, Landsberger, Heimstätten- und Richard-Higgins-Str.: Beidseitige Radfahrstreifen oder zumindest Radspuren.

2.02.05. Radfahr-Tangentiale-Süd Tulpenfeld-Fürstenfeld-Buchenau

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radfahr-Trasse in Ost-West-Richtung ab Emmering über das Tulpenfeld, Oskar-von-Miller-, Fürstenfelder und Rothschwaiger Str. in die Buchenau.

Situation:

  • Mit der Eröffnung des Schulzentrums am Tulpenfeld ging 2008 ein langgehegter Wunsch des VERKEHRSFORUM FFB nach einer Radwegverbindung von Emmering zum Bahnhof FFB in Erfüllung. Leider wurde die Brücke über die Münchner Straße mit 11% Steigung und geringer Breite weder behindertengerecht noch radfahrertauglich erstellt.
  • In weiten Bereichen (Oskar-von-Miller-, Fürstenfelder und Rothschwaiger Straße) bestehen entweder keinerlei Schutzmaßnahmen für den Radverkehr, oder diese sind unzureichend.

Einzelmaßnahmen:

  • Nordseitiger Radfahrstreifen in der Oskar-von-Miller-Str. in Richtung Kloster, alternativ südseitiger Zwei-Richtungs-Radweg.
  • Verbreiterung des nordseitigen gemeinsamen Geh- und Radwegs in der Fürstenfelder Straße zwischen Mühlanger und Kloster.
  • Südseitiger Radfahrstreifen in der Fürstenfelder Straße zwischen Kloster und Henrik-Moor-Weg.
  • Radfahrerfreundlicher Ausbau der Kreuzung Schöngeisinger / Fürstenfelder / Rothschwaiger Str.
  • Radfahrstreifen oder zumindest Radspuren in der Rothschwaiger Str. soweit möglich bzw. langfristiger Grunderwerb.
  • Radfahrstreifen oder zumindest Radspuren in der Richard-Higgins-Straße (wie vor beschrieben).

2.02.06. Radfahr-Tangentiale-Ost Fliegerhorst-Tulpenfeld-Bahnhof FFB

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radfahr-Trasse in Nord-Süd-Richtung ab Fliegerhorst über Von-Gravenreuth-Str., Zubringer zur B471 (Willi-Buchauer-Ring), Dachauer, Garten-, Weiherstr., neuer Ampersteg, Enzian-, Rosenstraße und Tulpenfeld zum Bahnhof FFB.

Situation:

  • Die Tangentiale ist in weiten Bereichen noch unzureichend oder fehlt ganz.

Einzelmaßnahmen:

  • Von-Gravenreuth-Str. zwischen Lützowstr. und Zufahrt zur B471: Errichtung eines westseitigen Zwei-Richtungs-Radweges mit ausreichender Breite. Im Bereich des Wohnheimes muss mit Behinderten gerechnet werden.
  • Fortführung des westseitigen Radweges entlang des Zubringers zur B471 ab Flurstr. über Willi- Buchauer-Ring mit Anschluss an die Stadelbergerstr. bis zur Dachauer Str.
  • Überquerungshilfe Dachauer Str. (Mittelinsel).
  • Verbesserung der Sichtverhältnisse an der Einmündung des neuen Ampersteges in die Emmeringer Straße.
  • Vergrößerung der Aufstellfläche an der Ampelanlage Emmeringer / Enzianstr.

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radfahr-Trasse in Nord-Süd-Richtung ab Fliegerhorst über Von-Gravenreuth-Str., Zubringer zur B471 (Willi-Buchauer-Ring), Dachauer, Garten-, Weiherstr., neuer Ampersteg, Enzian-, Rosenstraße und Tulpenfeld zum Bahnhof FFB.

Situation:

  • Die Tangentiale ist in weiten Bereichen noch unzureichend oder fehlt ganz.

Einzelmaßnahmen:

  • Von-Gravenreuth-Str. zwischen Lützowstr. und Zufahrt zur B471: Errichtung eines westseitigen Zwei-Richtungs-Radweges mit ausreichender Breite. Im Bereich des Wohnheimes muss mit Behinderten gerechnet werden.
  • Fortführung des westseitigen Radweges entlang des Zubringers zur B471 ab Flurstr. über Willi- Buchauer-Ring mit Anschluss an die Stadelbergerstr. bis zur Dachauer Str.
  • Überquerungshilfe Dachauer Str. (Mittelinsel).
  • Verbesserung der Sichtverhältnisse an der Einmündung des neuen Ampersteges in die Emmeringer Straße.
  • Vergrößerung der Aufstellfläche an der Ampelanlage Emmeringer / Enzianstr.

2.02.07. Radfahr-Tangentiale-Nord Fliegerhorst-Pucher Meer

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radfahr-Trasse in Ost-West-Richtung ab Fliegerhorst (Radweg von Gernlinden) über Lützow-, Ringstr., Am Ährenfeld und Augsburger Str. (B2) zum Pucher Meer.

Situation:

  • Die Führung der Tangentiale erfolgt in weiten Bereichen auf bestehenden Wegen. Jedoch empfehlen sich Verbesserungen im Bereich der Kreuzung von vielbefahrenen Straßen.

Einzelmaßnahmen:

  • Von-Gravenreuth-Str.: Überquerungshilfe (Mittelinsel).
  • Maisacher Str.: Überquerungshilfe (Mittelinsel) in Höhe Ringstr.
  • ST 2069: Westseitiger Zwei-Richtungs-Radweg ab Malchinger Str. zum Autohaus Rasch.
  • Augsburger Str. (B2): Nordseitiger Zwei-Richtungs-Radweg ab Autohaus Rasch stadteinwärts.

2.02.08. Radfahr-Tangentiale-West Pucher Meer-Buchenau

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radfahr-Trasse in Nord-Süd-Richtung ab Pucher Meer über Herrenweg, Feuerwehr, Cerveteri und Balduin-Helm-Str.

Situation:

  • Die Führung der Tangentiale erfolgt in weiten Bereichen auf bestehenden Wegen bzw. straßenbegleitenden Radwegen. Jedoch empfehlen sich Verbesserungen im Bereich der Kreuzung von vielbefahrenen Straßen.

Einzelmaßnahmen:

  • Balduin-Helm-Str.: Die Einschleifung des ostseitigen Radweges an der Buchenauer Str. auf die Radspur auf der Fahrbahn ist nicht gesichert.
  • Kreuzung Balduin-Helm-Str. / Am Fuchsbogen.: Die Fahrbahn der Balduin-Helm-Str. öffnet sich zur Krezung hin trompetenförmig. Die Radwege enden frühzeitig. Die RadfahrerInnen (vor allem SchülerInnen) sind im Kreuzungsbereich des stark befahrenen Fuchsbogens total ungesichert. Überquerungshilfen Richtung Bahnhof Buchenau bzw. zur geplanten neuen Wegeverbindung Richtung Bahnhof Buchenau bestehen nicht bzw. sind unzureichend. Das VERKEHRSFORUM FFB empfiehlt eine bauliche Veränderung der Kreuzung mit Verengung der trompetenförmigen Aufweitung, Verlängerung der Radwege, Signalisierung der gesamten Kreuzung mit allseitigen ampelgesicherten Überwegen.
  • Neubau einer durchgehenden, sicher und zügig befahrbaren Radfahr-Trasse zwischen Am Fuchsbogen und Bahnhof Buchenau als Alternativroute zum stark befahrenen Kurt-Huber-Ring.

2.02.09. Radfahr-Tangentiale-Süd Rothschwaiger Wald - Amperstausee

Forderung:

  • Bau einer durchgehenden, attraktiven und sicheren Radfahr-Trasse in Ost-West-Richtung ab Rothschwaiger Wald über Boos-Str. und Geisinger Steig zur Schöngeisinger Str. und dem Amperstaussee. Die Route kann als Alternativroute zur engen und viel befahrenen Rothschwaiger Str. genutzt werden.
  • Langfristig könnte eine Verlängerung über den Amperstausee (Steg) zum Kloster hin angedacht werden, jedoch ohne Beeinträchtigung schützenswerter Natur.

Situation:

  • Die Tangentiale wird z.T. erst im Zuge der Neubebauungen östlich der Cerveteri Str. erstellt. Zwischen Ettenhofer und Richard-Higgins-Str. ist ein Grunderwerb erforderlich.

Einzelmaßnahmen:

  • Überquerungshilfe Cerveteri Str. (Mittelinsel oder Zebrastreifen).
  • Neuerstellung des Radweges zwischen Cerveteri und Boos-Str.
  • Neuerstellung mit Grunderwerb zwischen Ettenhofer und Richard-Higgins-Str.
  • Überquerungshilfe Richard-Higgins-Str. (Mittelinsel oder Zebrastreifen).
  • Westseitiger Radfahrstreifen Schöngeisinger Str. ab Rothschwaiger bis Buchenauer Str.

2.03. Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen

Forderungskatalog:

  • Die Reduzierung der Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs dient nicht nur der Sicherheit und Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs, sondern kommt allen Verkehrsteilnehmern zu gute.
  • Besondere Berücksichtigung müssen die Sicherheitsaspekte für Kinder, Schüler, Frauen und ältere und behinderte Menschen finden.
  • Denkbar sind (abgesehen von den vorherigen Tempo 30 Zonen) Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 40 bis 30 km/h, Geschwindigkeitsreduzierungen durch Einbau von Verkehrsinseln, Fahrbahnverengungen, sog. „Baumtoren“, durch gezieltes wechselseitiges Parken (Vermeidung von „optischem Durchschuss“) und „Rechts-vor-links“-Regelungen.

Situation:

  • Gerade im Bereich von Kindergärten, Horten, Schulen, Schulwegen und Behinderteneinrichtungen besteht zusätzlicher Sicherheitsbedarf.

Einzelmaßnahmen:

2.04. Gesicherte Überwege, Einmündungen und Kreuzungsbereiche

Forderungskatalog:

  • Gesicherte Überquerungshilfen bei Kreuzung der Radfahr-Trassen mit Erschließungsstraßen, als Brücke, Ampel, Zebrastreifen oder Mittelinsel.
  • Direkte geradlinige Führung von Radwegen, Radfahrstreifen und Radspuren in Einmündungs- und Kreuzungsbereichen nach ERA 95. Dabei sind baulich abgesetzte Radwege mind. 10 – 20 m vor dem Einmündungsbereich auf die bzw. zur Fahrbahn hin so zu verschwenken bzw. gesichert einzuschleifen, dass die RadfahrerInnen sich im Blickfeld des motorisierten Verkehrs bewegen.
  • Aufstellflächen für RadfahrerInnen an Ampeln.
  • Eigene Radfahrer-Ampeln bzw. gemischte Signale (Fußgänger+Radfahrer) an gemeinsamen Geh- und Radwegen.
  • Optimierung der Signalanlagen z.B. durch Vorrangschaltung für Radler.

Situation:

  • Zahlreiche Überquerungshilfen konnten in der Vergangenheit realisiert werden (siehe Erfolgsliste unter www.verkehrsforum-ffb.de).
  • Aufstellflächen, eigene Radfahrer-Ampeln bzw. gemischte Signale und Vorrangschaltungen fehlen gänzlich im Stadtgebiet.

Einzelmaßnahmen:

  • Oskar-von-Miller-Str. Höhe Bahnhof FFB: Überquerungshilfen (Mittelinseln) in Höhe Verwaltungsneubau Stadtsparkasse zum Bahnhofsparkplatz beidseits des Sparkassenweges.
  • Fürstenfelder Ecke Bahnhofstr.: Überquerungshilfe als Zebrastreifen in Richtung Stadtpark/Silbersteg.
  • Dachauer Str. Ecke Schulweg: Ampelgesicherter Überweg (Schulweg!) als Vorschaltampel zur Kreuzung Augsburger Str. denkbar.
  • Von-Gravenreuth-Str.: Überquerungshilfe (Mittelinsel) in Höhe Feldweg nach Gernlinden.
  • Maisacher Str. / Haltestelle Hasenheide: Überquerungshilfe (Mittelinsel) sollte so situiert werden, dass Fahrgäste die Fahrbahn bei haltendem Bus gesichert überqueren können.
  • Augsburger Str.: Überquerungshilfe in Höhe Kronprinz-Rupprecht-Str.
  • Schöngeisinger Ecke Landsberger Str.: Zebrastreifen zum Schwimmbad.
  • Kurt-Schumacher-Straße: Überquerungshilfe für linksseitigen Radverkehr in Höhe Theodor-Heuss-Str. / Herrenweg.
  • Landsberger Str. / Haltestelle Parsivalstr.: Überquerungshilfe (Mittelinsel) sollte so situiert werden, dass Fahrgäste die Fahrbahn bei haltendem Bus gesichert überqueren können.
  • Heimstättenstraße / Haltestelle Dianastr.: Die besteh. Mittelinsel sollte so situiert werden, dass Fahrgäste die Fahrbahn bei haltendem Bus gesichert überqueren können.
  • Cerveteri Straße: Überquerungshilfe als Mittelinsel oder Zebrastreifen in Höhe Montessori Schule (neue Radroute vom Rothschwaiger Wald zum Geisinger Steig).
  • Richard-Higgins-Straße: Überquerungshilfe als Mittelinsel oder Zebrastreifen (neue Radroute vom Rothschwaiger Wald zum Geisinger Steig).
  • Kreuzung Balduin-Helm-Str. / Am Fuchsbogen.: Signalisierung der gesamten Kreuzung mit allseitigen ampelgesicherten Überwegen, alternativ Kreisel mit allseitigen Überquerungshilfen.
  • Kreuzung Kurt-Huber-Ring / Am Fuchsbogen: Wiedererrichtung des beseitigten Zebrastreifens, besser aber Kreisel mit allseitigen Überquerungshilfen.

2.05. Freigabe von Fußwegen für Radverkehr

Forderungskatalog:

  • Freigabe von getrennt verlaufenden Fußwegen für den Radverkehr, wo dies unproblematisch ist und nicht zur Gefährdung der Fußgänger führt.
  • Freigabe von straßenbegleitenden Fußwegen für den Radverkehr, wo dies nicht zur Gefährdung der Fußgänger führt. Durch das Zusatzschild „Radfahrer frei“ erhalten die RadfahrerInnen die Wahlfreiheit zwischen Fahrbahn und Gehweg. Schnelle und sichere RadfahrerInnen benutzen die Fahrbahn, unsichere und ängstliche benutzen den Gehweg (in Schrittgeschwindigkeit).

Situation:

  • Zahlreiche Freigaben konnten in der Vergangenheit realisiert werden (siehe Erfolgsliste unter www.verkehrsforum-ffb.de), so z.B. die lang ersehnte Freigabe des Deichenstegs durch den 2008 realisierten Neubau eines fahrradtauglichen Amperstegs durch die Initiative des VERKEHRSFORUM FFB.
  • Bedauerlicherweise werden von der Stadt auch Gehwege als gemeinsame Geh- und Radwege beschildert, die dafür vollkommen ungeeignet sind (Bsp. Richard-Higgins-Str. vor Grundschule, Hort und Kindergarten). Hier kommt es zur Behinderung des Radverkehrs und Gefährdung von Schülern.

Einzelmaßnahmen:

  • Tennisplatzwegerl zwischen Dachauer und Frühlingstr.: Zusatzschild „Radfahrer frei“.
  • Schulhof altes Graf Rasso Gymn. / Niederbronner Weg: Gemeinsamer Geh-/Radweg.
  • Schulweg: Zusatzschild „Radfahrer frei“.
  • Pruggmayrweg: Zusatzschild „Radfahrer frei“.
  • Weg zw. Fichten-/Maisacher Str.: Zusatzschild „Radfahrer frei“.
  • Weg zw. Heideweg/Maisacher Str.: Zusatzschild „Radfahrer frei“.
  • Weg vom Schwimmbad zur Lände: Zusatzschild „Radfahrer frei“.
  • Schwimmbadpassage: Zusatzschild „Radfahrer frei“.
  • Theresianumweg bis zur Unterführung Krankenhaus: Gemeinsamer Geh-/Radweg.
  • Emmeringer Straße zwischen Münchner und Enzianstr.: Freigabe des nordseitigen Gehweges als Zwei-Richtungs-Radweg.

2.06. Freigabe von Anliegerstraßen für Radverkehr

Forderungskatalog:

  • Freigabe von Anliegerstraßen und -wegen für den Radverkehr.

Situation:

  • Zahlreiche Straßen und Wege waren für den Radverkehr nicht offiziell freigegeben. Verschiedene Freigaben konnten in der Vergangenheit realisiert werden (siehe Erfolgsliste).

Einzelmaßnahmen:

  • Derzeit keine Maßnahmen.

2.07. Randsteinabsenkungen

Forderungskatalog:

  • Ausreichende Randsteinabsenkungen bei allen Wegen, die für Radverkehr freigegeben sind.

Situation:

  • Obwohl eigentlich eine Selbstverständlichkeit mussten doch verschiedene Stellen baulich verändert werden (siehe Erfolgsliste).

Einzelmaßnahmen:

  • Derzeit keine Maßnahmen.

2.08. Beseitigung von Hindernissen und gesicherter Winterdienst

Forderungskatalog:

  • Realisierung von hindernisfreien Radwegen. Sogenannte Umlaufsperren, Absperrpfosten und –bügel, Blumenkübel, Verkehrsschilder, Straßenlampen, Elektro-Schaltkästen und dergleichen haben auf Radverkehrsflächen nichts zu suchen. Sie stellen eine Unfallgefahr dar gerade in der Dunkelheit und bei schlechter Witterung.
  • Durchführung von gesichertem Winterdienst.

Situation:

  • Bedauerlicherweise halten sich die ungeliebten Einbauten trotz zahlreicher Beseitigungsversuche hartnäckig, vielfach gerade zum Schutz der RadfahrerInnen, wie wir von Polizei und Stadtverwaltung erfahren müssen. Und es kommen in Folge von schlechten Radwegplanungen immer wieder neue „Schutz“-Bügel hinzu!
  • Der Räum- und Winterdienst auf den Radverkehrsflächen ist unzureichend. Vor allem werden gerade beim Räumen von Einmündungs- und Kreuzungsbereichen Schneehaufen an den Radweganfängen und –enden zusammengeschoben.

Einzelmaßnahmen:

  • Umlaufsperre Schulweg: Beseitigung.
  • Umlaufsperre Stadtparkweg Aumühle-Kloster: Beseitigung.
  • Unterführung am Krankenhaus Dachauer Straße: Fahrradtaugliche Umgestaltung mit Rampen.
  • Absperrbügel Weiherstraße: Beseitigung.

2.09. Freigabe von Einbahnstraßen für Radverkehr in Gegenrichtung

Forderungskatalog:

  • Auflösung von überflüssigen Einbahnregelungen.
  • Freigabe aller restlichen Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radler.
  • Kein Neubau von Einbahnstraßen ohne Radverkehr in Gegenrichtung.

Situation:

  • Die Freigabe der Einbahnstraße ...
    • ... erhöht die Verkehrssicherheit, gerade für die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen, vor allem durch Angebot einer verkehrsärmeren Alternativroute,
    • ... legalisiert bisher ungesetzliche Fahrten gegen die Fahrtrichtung,
    • ... schließt Lücken im Radwegenetz,
    • ... steigert die Attraktivität des Radverkehrs, und .
    • .. entlastet damit die Stadt vom motorisierten Verkehr.
  • Unfälle in freigegebenen Einbahnstraßen sind nicht bekannt.

Einzelmaßnahmen:

  • Viehmarktstraße zwischen Pucher und Ludwigstraße: Beschilderung als sog. unechte Einbahnstraße (Verbot der Einfahrt von der Pucher Straße her mit Zusatzschild Radfahrer frei) und Rotmarkierung in Gegenrichtung auf der Fahrbahn. Die Parkplatzausfahrt zur Viehmarktstraße hin muss geschlossen werden.
  • Luitpoldstraße: Beschilderung als sog. unechte Einbahnstraße (Verbot der Einfahrt vom Stockmeier Weg her mit Zusatzschild Radfahrer frei)
  • Philipp-Weiß-Straße zwischen Julie-Mayr und Augsburger Str.: Durch Anlage eines Radfahrstreifens in Gegenrichtung entfällt eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr. Das Einfahren der Radfahrer von der Maisacher und Augsburger Str. aus beiden Richtungen muss sicher gewährleistet sein.
  • Adolf-Kolping-Straße: Beschilderung als sog. unechte Einbahnstraße (Verbot der Einfahrt von der Feuerhausstraße her mit Zusatzschild Radfahrer frei).
  • Spitalstraße. Radfahrstreifen in Gegenrichtung bis zur neuen Rampe in die fahrradtaugliche umgestaltete Unterführung unter der Dachauer Str. Durch Anlage eines Radfahrstreifens in Gegenrichtung entfallen mehrere Parkplätze.
  • Landsberger Straße zw. Schöngeisinger und Holzhofstr.: Durch Anlage eines Radfahrstreifens in Gegenrichtung entfällt eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr. Zur Einfahrt in die Schöngeisinger Str. ist die Neuerrichtung eines Zebrasstreifens zum Schwimmbad erforderlich.
  • Ettenhoferstraße: Umkehrung der Einbahnrichtung zur Verbesserung der Sichtverhältnisse und Beschilderung als sog. unechte Einbahnstraße (Verbot der Einfahrt von der Martin-Luther-Str. her mit Zusatzschild Radfahrer frei).
  • Werft- und Blumenstraße: Beschilderung als sog. unechte Einbahnstraßen (Verbot der Einfahrt vom Sonnenplatz her mit Zusatzschild Radfahrer frei).

2.10. Fahrradabstellanlagen

Forderungskatalog:

  • Dem Stand der Technik entsprechende Abstellanlagen (ADFC empfohlene) an allen öffentlichen Gebäuden, Sporteinrichtungen, Bahnhöfen, Einkaufsmärkten; ggf. (z.B. Bahnhöfe) kombiniert mit Radlservice-Werkstatt und Radlverleih.
  • Einzäunung, Überdachung, Beleuchtung und Überwachung der Abstellanlagen.
  • Schließfächer an großen Abstellanlagen (z.B. Bahnhöfe), zur Unterbringung von Fahrradhelmen, Regenschutzbekleidung, usw.
  • Zusätzliche Abstellanlagen an Bus-Haltestellen.

2.10.01. Radstationen an den Bahnhöfen

Forderung:

  • Errichtung von gesicherten Radstationen an beiden S-Bahnhöfen.

Situation:

  • An beiden Bahnhöfen in FFB und Buchenau werden jährlich nach Polizeiangaben über Hundert Fahrräder gestohlen. Die Dunkelziffer liegt noch höher. Die Beschädigungen an den Fahrrädern durch Vandalismus sind tagtäglich am Bahnhof zu besichtigen. Deshalb wird verständlicherweise mit der letzten "Schrottlaube" zum Bahnhof geradelt, deren Verkehrsicherheit häufig stark zu wünschen lässt. Und der Radlspaß leidet auch darunter. Sichere Fahrradstellplätze am Bahnhof verleiten zudem mehr Menschen zum Fahrradfahren und entlasten damit unsere Stadt vom motorisierten Verkehr. Eine von der Stadt am Bahnhof durchgeführte Umfrage hat dies bestätigt. VERKEHRSFORUM FFB, Bund Naturschutz und ADFC bemühen sich deshalb seit Jahren um die Errichtung von elektronisch gesicherten Radstationen. Der Bauauschuss beauftragte im Juli 2003 die Stadtverwaltung, die Umsetzung weiter voranzutreiben. Fortschritte sind jedoch seither nicht erkennbar! Zur Zeit wird an beiden Bahnhöfen gebaut. Denkbar wäre es am Bahnhof FFB die Radstation im Keller des geplanten Neubaues unterzubringen, am Bahnhof Buchenau in der Tiefgarage unter dem Geschwister-Scholl-Platz, jeweils mit direkter Zufahrt von der Fußgängerunterführung oder durch Rampen erschlossen.
  • Radstationen vermeiden Fahrraddiebstähle und –beschädigungen, verbessern die Verkehrssicherheit, erhöhen den Radlspaß, steigern die Attraktivität des Radverkehrs, und entlasten die Stadt vom motorisierten Verkehr.
  • Die Errichtung von Radstationen wird durch Land Bayern gefördert bzw. kann aus Geldern von PKW-Stellplatzablösen finanziert werden.

Einzelmaßnahmen:

  • Errichtung von gesicherten Radstationen an beiden Bahnhöfen.
  • Gedacht wird jeweils an eine Anlagengröße von ca. 100 Fahrrad-Stellplätzen, die so nah wie möglich am Bahnsteig liegen sollen. Vorgeschlagen wird vom VERKEHRSFORUM FFB ein Konzept der Fa. Bike-and-Ride mit elektronisch gesicherten und videoüberwachten Nutzer- und Fahrradschleusen, EDV-überwachter Ein- und Ausgangsprotokollierung, mit 24-stündiger Zugänglichkeit (gegen Nutzungsentgelt) und einem Notdienst bei technischen Defekten durch die Stadtwerke.
  • Vorstellbar wäre jedoch auch eine allerdings zeitlich begrenzte Betreuung durch die Caritas, mit angeschlossener Fahrrad-Servicestation.

2.10.02. Fahrrad-Abstellsatzung

Forderung:

  • Einführung einer Fahrrad-Abstellsatzung bei allen Neubauten nach dem Vorbild der Stadt Germering.

Situation:

  • Eine Satzung könnte wesentlich zur Verbesserung der Abstellsituation von Fahrrädern bei Neubauten beitragen, und somit die Attraktivität des Radfahrens steigern.
  • Die Einführung einer Satzung wurde im Herbst 1994 von den GRÜNEN/GUL beantragt. Es folgte am 09.03.1995 ein Schreiben des VERKEHRSFORUM FFB an die Stadt. Trotzdem wurde der Antrag am 24.07.1995 wegen angeblich zu großem, bürokratischem Aufwand abgelehnt.

Einzelmaßnahmen:

  • Derzeit keine Maßnahmen.

2.10.03. Zusätzliche Abstellanlagen

Forderung:

  • Förderung der Attraktivität des Radfahrens durch Verbesserung der Abstellsituation von Fahrrädern an vor allem puplikums-intensiven öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Sparkasse, Schwimmbad, Kulturzentrum, Kaufhäuser usw.

Situation:

  • Seit 26.10.1996 (Prioritätenliste) wird eine Abstellanlage in der Hauptstraße in der Arkade der Sparkasse (Kirchstraße) als durchlaufende Anlehnstange vor den Pflanztrögen als Sofortmaßnahme angeregt. Dort könnten die Fahrräder sicher, beleuchtet und überdacht abgestellt werden. Auch beim Umbau der Hauptstraße wurde unser Vorschlag nicht berücksichtigt.

Einzelmaßnahmen:

  • Errichtung von Fahrradständern in den Arkaden der Sparkasse spätestens im Zuge der Umplanung der Kirchstraße.

2.10.04. Fahrradverleih

Forderungskatalog:

  • Fahrradverleih an Großparkplätzen. - Fahrradverleih an den Bahnhöfen.

Situation:

  • Derzeit gibt es keinen Fahrradverleih in der Stadt.

Einzelmaßnahmen:

  • Einrichtung im Zuge der Erstellung der Radstationen an den Bahnhöfen als erster Schritt.

2.11. Brucker-Radl-Ring

Forderung:

  • Errichtung und Beschilderung eines durchgehenden Radl-Rings um die gesamte Stadt, vor allem für Freizeit- und Naherholungszwecke, mit Rastplätzen mit verschiedenen Themenschwerpunkten aus Natur und Landschaft.

Situation:

  • Die Stadt hat sich für das Jahr 2016 für die Ausrichtung der Landesgartenschau beworben. Das VERKEHRSFORUM FFB schlägt vor, das Gelände der Gartenschau nicht nur auf das Klosterumfeld zu begrenzen, sondern durch einen weitläufigen Parcour die ganze Stadt mit Ihren Naherholungsgebieten mit einzubeziehen.

Einzelmaßnahmen:

  • Folgende Streckenführung und Themenschwerpunkte werden vorgeschlagen:Kloster Fürstenfeld (zentraler Bereich der Gartenschau mit kulturellen Einrichtungen)
    • > Amperkanal (Thema Naturschutzgebiet Amperaue)
    • > Amperstausee (Thema Erholung am Wasser, Minigolf)
    • > Geisinger Steig
    • > neue Wegeverbindung zum Rothschwaiger Wald
    • > Rothschwaiger Wald (Thema Wald, Waldlehrpfad)
    • > Kiesgrube Stockinger (Thema Kiesausbeutung und Rekultivierung)
    • > Pucher Meer (Thema Kiesgrube, Bademöglichkeit)
    • > Hasenheide (Thema Biotope Hasenheide)
    • > Fliegerhorst (Thema FFH-Gebiet)
    • > Von-Gravenreuth-Str.
    • > Emmeringer Hölzl (Thema Landschaftsschutzgebiet, wildfließende Amper, Eichenwald)
    • > Stadtpark am Marthbräuweiher (Thema innerstädtische Naherholung contra Deichenstegtrasse)
    • > neuer Ampersteg, Enzian-, Rosenstraße
    • > Tulpenfeld (Thema nachhaltiges Bauen, Sonnenkollektoren, Hackschnitzelheizung)
    • > Bahnhof FFB
    • > Ochsenwiese und Engelsberg (Thema Hangkante, Bewuchs Leite)
    • > Kloster Fürstenfeld

2.12. Radfahr-Wegweisung

Forderung:

  • Radwegweisung im gesamten Stadtgebiet (und Landkreis) nach bundeseinheitlichen Standards.

Situation:

  • Durch die Initiative von ADFC, BUND NATURSCHUTZ und VERKEHRSFORUM FFB wurde im Frühjahr 2007 der Startschuss für die Radwegweisung im Landkreis FFB gegeben. Die Initiatoren hatten ein sternförmiges Konzept der Hauptrouten mit der Kreisstadt als Zentrum erarbeitet. Die Routen wurden durchgehend mit Wegweisern mit Orts- und Entfernungsangaben beschildert. Die Hauptrouten binden den Landkreis in das deutschland- bzw. bayernweite Radroutennetz („Bayernnetz für Radler“) ein. Die Routen sind zudem mit einfachem Logo gekennzeichnet (z.B. AAR für Ammer-Amper-Radweg). Das Landkreisnetz soll durch weitere Tangentialen, Nebenrouten und Ortsverbindungen enger geknüpft werden.
  • Fast alle Hauptrouten laufen auf der Hauptstraße in FFB zusammen, und bilden schon ein erstes Grundgerüst für die städtische Wegweisung. Innerorts sollen alle wesentlichen städtischen Routen und Ziele beschildert werden. Der ADFC arbeitet derzeit ein Konzept für die Stadt FFB aus.

2.13. Info-Point mit Zimmervermittlung

Forderung:

  • Info-Point mit Stadtplan, Übernachtungsnachweis und Zimmervermittlung für ortsunkundige RadfahrerInnen an zentralen Stellen in der Stadt (Rathaus, Hauptstraße und Kloster Fürstenfeld).

Situation:

  • Durch die steigende Beliebtheit von Radfahrurlauben (sanfter Tourismus) und die erfolgte regionale Anbindung der Stadt durch Fernradwanderwege („Bayernnetz für Radler“, Lankreis-Radwegenetz) kommen zunehmend ortsunkundige Touristen per Fahrrad nach FFB. Eine zentrale Informationsmöglichkeit über Übernachtungsmöglichkeiten gibt es lediglich im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten. Abends oder am Wochenende gibt es keinerlei Information.

Einzelmaßnahmen:

  • Installation eines elektronischen Informationssystems am Rathaus, das rund um die Uhr zugänglich, beleuchtet und wettergeschützt ist, bestehend aus:
  1. Bildschirm, der bei Berührung (Touch) sämtliche Übernachtungsmöglichkeiten mit entsprechenden Informationen über Art (Hotel, Gasthof, Privatzimmer), Qualität (z.B. Bett-and-Bike), Preise, Ausstattung, Lage, Adresse und Telefonnummer darstellt.
  2. Stadtplan mit Eintrag der wichtigsten Hotels und Gasthöfe mit Übernachtung.
  3. Telefonzelle.